2025

Schnee in den Bergen, Sonne im Tal…
…besser kann man die Familienfreizeit 2025 im Ahrntal nicht zusammenfassen, als mit der allseits bekannten Hymne. Täglich wartete Kaiserwetter – kaum Wolken verirrten sich über den Berge. Die Talabfahrt sah so gut aus, wie schon lang nicht mehr am Anreisetag!

Das unfreiwillige Motto dieser Fahrt – ES IST ALLES ANDERS! Die hessischen Ferien machten bei der Tourplanung dahingehend einen Strich durch die Rechnung, als dass wir nicht über Ostern fahren konnten. Und krankheitsbedingt konnte unser Topreiseleiter Matthias in diesem Jahr leider nicht dabei sein. Er hatte allerdings mit seinem Orgapartner Leo, der die Arbeit im Vordergrund übernahm und Lena, die sich um die Logistik im Hintergrund kümmerte, der Rest der Familie Kopf, sowie dem Vorstand des Skiteams viele, die sich für das Gelingen der Freizeit einsetzten. Und wie sollte es anders sein – Matthias wäre nicht Matthias – wenn er nicht auch aus der Reha mitwirkte 😉.

So begann am 06. April die Anreise ins Ahrntal – ein Bus und viele PKW-Fahrer traten die Reise über den Brenner an, ein Angstgegner in diesem Jahr, da durch die Brückensanierung und einspurige Verkehrsführung Stau drohte. Aber auch die allseits beliebte Anreise über den Fernpass und den Grenztunnel Füssen wartete mit Stau und Holzlastern auf, um die Nerven der Autofahrer zu testen.
Die ersten Ankömmlinge trafen sich schon gegen Mittag an der Talstation Klausberg, um sich Material auszuleihen – ein Skidepot zu sichern und mit dem Ausladen der vielen Ausrüstungsgegenstände anzufangen. Um die Zeit bis zum Einchecken zu verkürzen wurde sowohl Avant-Ski – statt Aprés Ski getestet oder die Umgebung bei herrlicher Frühlingsbrise erkundet.

Am Nachmittag begann das fröhliche Wiedersehen im Hotel. Nach dem Schleppen der Koffer aufs Zimmer, dem Verteilen der Ski und Skischuhe in den Skikeller, gab es erste Willkommensgetränke in der Bar – bevor es galt die größte Frage des Tages zu klären: Wie kommt jeder zu „seinem“ Tisch. So kam es, dass schon eine gefühlte Ewigkeit vor Öffnung des Restaurants um 19 Uhr eine riesige Traube sich versammelt hatte, um die „besten“ Plätze zu ergattern. Pünktlich begann der große Ansturm – und ich will nix vorwegnehmen, aber: wirklich jeder hat einen Sitzplatz gefunden 😊 Auch die Auswärtsschläfer… diese verteilten sich dieses Mal in knapper Distanz zum Steinpent – im Oberhollenzer, Primisser, Baumannhof und Innerhofer.
Es herrschte etwas Bahnhofsatmosphäre, weil sich alle so viel zu erzählen hatten, als Leo die Reiseleiterantrittsrede mit einem Gläserklingeln einläutetet. Sichtlich ergriffen berichtete er, dass Matthias in diesem Jahr nicht mit von der Partie ist. Nachdem allerlei Ankündigungen für die nächsten Tage gemacht wurden, folgte „traditionsgemäß“ ein kleines Dankeschön der Teilnehmer an die Organisatoren. Leo wurde mit einem Gutschein für Lauras Kitchen bedacht, Lena mit einer Alpakawanderung. Sie machte noch einmal deutlich, dass im Hintergrund sehr viele am Gelingen der Freizeit mitwirken, allen voran eben auch Matt-Ski-Ass (so letztes Jahr auf der Autogrammkarte getauft). Und natürlich haben wir auch an ihn gedacht! Da seine Sondereditionstrainingsjacke leider kaputt ist, sorgen die Teilnehmer der Familienfreizeit für Ersatz. Vielleich können wir diese ja im kommenden Jahr alle signieren?! An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die sich wieder an unsere Dankeschönaktion beteiligt haben! Gemütlich endete der Anreisetag in der Bar mit der Ausgabe der Skipässe und der neuen Vereinsshirts für jeden in grün, für Damen sogar mit V-Ausschnitt.

Der Sonntag startete wie der Rest der Woche – sonnig und versprach einen tollen Skitag. Der meistfrequentierte Skibus fuhr um 08:22 Uhr an altbewährter Stelle unterhalb der Kirche zur Talstation. Dieses Jahr gab es auch die Möglichkeit mit dem Skipass den Speikboden zu nutzen, der ebenfalls noch super Schneeverhältnisse versprach. Am Montag begannen die Skikurse, die ebenfalls wieder gut frequentiert waren. Auch wurde rege Gebrauch gemacht von der Möglichkeit, die skiteameigenen Skilehrer um Rat zu fragen oder um Unterweisung zu bitten.
Mittags trafen sich die Skifahrer mit den Wanderern, Sonnenanbetern, Equipmentbeförderern, Begleitern oder Hüttenbegeisterten hauptsächlich an der ersten Anlaufadresse an der Bergstation – in der Kristallalm auf kühle Getränke oder warme Stärkung. Nach Ende des Skitages traf man sich meist im Skihauspub an der Talabfahrt und kostete nicht nur jeden Sonnenstrahl hungrig aus, sondern auch sämtliches aus dem Getränkeangebot. Zu spät für den letzten Bus??? Keine Angst, Susanne hielt bisher noch jeden Bus auf oder der Rest verließ sich aufs Taxi, welches ab und an auch direkt aus dem Steinpent kam.

Am Montagabend wartete nach dem Essen bereits das erste Highlight im Tal. Eine große Gruppe traf sich zur Nachtwanderung. Zunächst ging es talabwärts zur Kirche St. Martin und dann über die Staatsstraße an der Ahr entlang Richtung Talschluss. Der Mond bot genügend Licht, sodass auf Taschenlampen verzichtet werden konnte. Wer sich nach dem leckeren, mehrgängigen Abendessen zu satt gefühlt hatte, der konnte am anschließenden Anstieg Kalorien verbrennen. Über einen steinigen Weg gelangte die Wandergruppe zurück in den Ort knapp unterhalb der Skibushaltestelle in bekanntes Terrain. Zum Abschluss traf man sich wieder am Lagerfeuer vor der Hotelbar. Highlight für die Kinder war das Wunschritual mit dem „Zaubermehl“. Viele Hände warfen gleichzeitig das Zaubermehl mit ihren Wünschen ins Feuer und auch bei dieser Gelegenheit haben wir Matthias die besten Wünsche zukommen lassen!

Nach einem erneut grandiosen Skitag am Dienstag, stand am Abend die Fahrt ins Skihaus-Sporting zum Fußball schauen oder Après-Ski an. Der Fußballabend endete zwar nicht wie erhofft, die Stimmung einen Raum weiter war aber grandios. Bei dieser Gelegenheit entstanden auch die ersten Videos für unsere Überraschung für Matthias und somit auch für unseren Abschlussabend. Außerdem konnte die Frage geklärt werden, die schon Tage zuvor aufkam. Nach dem Fällen der Fichte im Vorgarten des Steinpents waren unzählige Teilnehmer damit beschäftigt herauszufinden, wie alt der Baum gewesen ist.

Am Mittwochmorgen gab es wieder 2 Geburtstagskinder zu feiern und im Anschluss startete der Großteil auf die Pisten, die wirklich für Mitte April nochmal Ski-und Snowboardfahrerherzen höherschlagen lassen. Ansonsten wurde im Tal gewandert, geshoppt oder Brixen unsicher gemacht. Eine zehnköpfige Truppe begab sich am frühen Nachmittag mit Oswald und seinem Pferd „kleiner Donner“ auf Kutschfahrt durchs Dorf. Leider musste der Besuch beim Schnitzer mangels Teilnehmer abgesagt werden. Vielleicht klappt es nächstes Jahr ggf. zu einer anderen Uhrzeit?
Der vorletzte Skitag versprach dank des leckeren Kuchenbuffets am Nachmittag ebenfalls brillant zu werden. Es war übrigens der einzige Tag, der mit einigen Wolken startete – diese verzogen sich aber noch vor dem Mittag. Die letzten Skitage in den Knochen empfand man diesen Tag mitunter als etwas schwerfällig, aber Hartgesottene fuhren auch an diesem Tag von Gondelstart bis über das Betriebsende der Gondeln hinaus Snowboard oder Ski.

Und der Donnerstag ist klassisch der Tag unseres Abschlussabends – alle trafen sich dafür nach dem Abendessen in der alten Säge. Zuvor wurde wieder das Abschlussfoto im Garten gemacht – danke an Basti, der wie im letzten Jahr nun wieder nicht auf dem Bild zu finden ist, sondern als Starfotograf agierte. Das diesjährige Programm war erneut gespickt mit Highlights – Marlene, Luis & Emilia hatten auf den Hütten des Skigebiets Skiwasser getestet und stellten ihre Ergebnisse vor, bevor die Kids zum Tanz antraten. Der jüngste Tänzer Luca ging mutig voran auf die Tanzfläche und alle folgten ihm und ahmten ihm nach. Unter anderem bei Wackelkontakt wurde den Zuschauern richtig eingeheizt und die Tänzer ernteten zurecht tosenden Applaus!
Die 1. Ausgabe von „Wer wird Millionär“ bei der Skifreizeit folgte im Anschluss. Die Teilnehmer wurden durch die 1. Reihe ausgelost und traten zimmerweise an. Die ersten Fragen liefen noch ohne viel überlegen und niemand schied aus. Doch ab der 500 Euro Frage trennte sich die Spreu vom Weizen und am Ende konnte ein Gewinnerzimmer ermittelt werden, welches Preise vom Skiteam erhielt.
Dann wurde der Vorstand des Skiteams getestet – Diana und Susan hatten dazu ein Spiel vorbereitet. Dem Publikum wurde etwas gezeigt und im Anschluss sollten alle die, auf die diese Eigenschaft zu trifft, aufstehen. Der Vorstand hatte die Aufgabe zu erraten, was alle wohl gemeinsam hätten. Am schnellsten wurde erraten, wer alles in Bellersheim in der Danziger Str. wohnt oder „alle Polizisten“ und „Kinder“. Die schwierigste Aufgabe war zweifelsohne „alle die mit dem Auto angereist sind“ – auch die Umkehr auf „alle Busfahrer“ brachte erst im zweiten Anlauf und mit etwas Hilfe das richtige Ergebnis.
Dieser wieder äußerst gelungene Abschlussabend endete mit dem finalen Video für Matthias – so viele von euch hatten sich unglaublich kreativ beteiligt und so wurde herzlich gelacht über die Neuauflage des Bergdoktors in der Staffel 19 aus dem Ahrntal oder die Spezialversion von Mahna Mahna im Skiteamstyle. Einfach jeder dieser Beiträge war mit Herz und so viel Einfallsreichtum gespickt, dass der Film zu einer tollen Gemeinschaftsleistung wurde – und genau das ist es, was die Familienfreizeit so auszeichnet!

Und so haben wir alle gemeinsam einen tollen letzten Skitag erlebt mit nochmal viel Sonne und ab Mittag auch sehr warmen Temperaturen. Die Sommerrodelbahn wurde durch die Ticketeinlösungen zum Glühen gebracht und die Hütten waren gut besucht bin ins Tal. Dort fand dann auch die Ehrung für die Sieger der Skirennen statt. Das Skiteam war wieder erstklassig vertreten! Den letzten Bus nahmen an diesem Tag viele, jeder wollte den Schnee und die Atmosphäre aufsaugen und auf die lange Durststrecke bis ins nächste Jahr mitnehmen. Die Piste wurde vorher noch zur Rodelbahn umfunktioniert und nicht nur die Kinder stapften dafür die steile Abfahrt weit nach oben. Dann hieß es Packen – Ski in den Hänger oder in die PKWs, Koffer… und auf zum letzten Abendessen und ab in die Bar für den ein oder anderen Abschiedsplausch mit Getränk. Einige traten auch direkt nach dem Essen die Heimreise an.

Der Bus startete pünktlich am Samstagmorgen nach einem zeitigen Frühstück, wenige PKW-Reisende wollten noch einmal gemütlich frühstücken. Daraus wurde aber leider nichts, denn die nächste Reisegruppe stand schon mit dem Bus auf dem Parkplatz und drängte ebenfalls zum Frühstück. Nahezu staufrei verlief die Fahrt nach Mittelhessen und so fand die Reise in Trais-Horloff gg. 17:30 Uhr ihren Abschluss. BIS NÄCHSTES JAHR!